von und mit Marcus von Cube
Dies ist Teil 1 von Wehrheim nach Remagen. Teil 2 und Teil 3 folgen.
Die Tour startet um 7:55 Uhr in Wehrheim.
Zunächst geht es hoch zur Usinger Mülldeponie.

Und dann weiter an der Usinger Erdfunkstelle vorbei Richtung Wilhelmsdorf und Heinzenberg.

Man kann mit etwas gutem Willen die vielen Satellitenschüsseln erkennen. Die Erdfunkstelle Usingen stellt eine zentrale Sende- und Empfangsstelle für den Austausch von Internet-Daten im europäischen Raum dar, aber auch Telefongespräche und Fernsehempfang auf der ganzen Welt werden damit ermöglicht.
Das Wetter plagt mich mit stürmischem Seitenwind, sodass mir bei einer Pause sogar das Fahrrad umgeweht wird.

Man kann gut die Vorräte erkennen, die mich über die Tour retten sollen.
Nach etwa 30 Kilometern komme ich nach Aumenau, meinem Einstiegspunkt in den Lahntalweg.


Solche Tafeln finden sich immer wieder entlang des Weges. Der Weg selbst ist idyllisch und flach.

Für Rastmöglichkeiten ist gesorgt.

Solche Schleusen findet man regelmäßig entlang der Lahn. Hier sind wir in Runkel.
Blick auf das Städchen mit seiner Burg.

Der Weg quert die Lahn an mehreren Stellen. Diese Brücke in Runkel ist offenbar schon sehr alt.
Kurz vor Limburg muss ich mich erst einmal stärken.

Die Currywurst war wirklich scharf.

Mein vorerst letzter Apfelwein. Über dem Stuhl hängt die Regenjacke, die ich leider immer wieder überziehen muss.
Kurz vor Limburg liegt Dietkirchen mit seiner imposanten Kirche.


Das Bauwerk ist älter als der Limburger Dom.

Die Lahnbrücke der A3. Normalerweise fahre ich darüber statt unten durch.
Gegen 12:15 überrascht mich Limburg mit einem imposanten Anblick.
Der Limburger Dom.
Es geht erst einmal durch Limburg hindurch.

Nicht alle Ecken sind schön.

Aber doch viele.

Die Lahn hat offenbar eine richtige Schifffahrt. Dies ist vermutlich ein Baggerschiff.
Das nächste Ziel ist Diez.


An dieser Tafel treffe ich nette Radfahrer, die mir empfehlen, von Balduinstein aus den Zug nach Laurenburg zu nehmen, um die unangenehme Steigung nach Holzappel und Scheid zu vermeiden. Der Weg an der Lahn entlang endet in einem Naturschutzgebiet und die Verantwortlichen werden sich über eine Weiterführung nicht einig.

Ich fahre erst einmal weiter und entdecke diese hässliche Bollwerk. Was ist das wohl?

An dieser Stelle verpasse ich die offizielle Wegführung nach Holzappel.

Bei strömendem Regen darf ich das Fahrrad durch den Wald Richtung Scheid hochschieben. Es ist kurz nach 14 Uhr und ich habe schon 75 Kilometer auf dem Tacho. Am Ende des Waldweges verfahre ich mich auch noch und drehe in bergigem Terrain eine Ehrenrunde von einigen Kilometern.

Erst um gegen 14:45 Uhr bin ich wieder unten an der Lahn in Laurenburg. Auch hier findet man den Hinweis auf die Bahnstrecke. Aber ich mache ja eine Radtour. Das Wetter hat sich ja auch wieder beruhigt.

Eine Stunde später mache ich mich nach Kaffee und Kuchen auf die Weiterfahrt. Das Lahn-Café liegt etwa auf halbem Weg zwischen Laurenburg und Nassau, meiner nächsten Station.

Zwischen den letzten beiden Bildern liegt eine kleine Steigung zum Kloster Arnstein.

Zwischenstand.

Eine bebaute Lahnbrücke.

Das müsste Dausenau sein.
Die folgenden Bilder zeigen die Innenstadt von Bad Ems. Sehr beeindruckend!




Die Römer-Quelle war leider wegen Malerarbeiten gesperrt.





Hier kreuzen sich offenbar die Wege.

Um 18:09 bin ich endlich am Rhein.
Weiter geht es Richtung Koblenz-Pfaffendorf.



Diese Gedenktafel findet sich unterhalb der Feste Ehrenbreitstein, genau gegenüber dem Deutschen Eck an der Moselmündung.
Langsam wird es dunkel.
Und es braut sich mächtig etwas zusammen. Es ist 18:45 Uhr und ich habe noch einiges vor mir. Es geht weiter nach Vallendar.

Dies ist kein schöner Anblick, ich habe wohl den Pfad am Rhein verpasst.

Dieser Wegweiser in Bendorf...

Schickt mich da rauf auf die Autobahnbrücke der A48 über den Rhein.

Ein erster Blick auf das stillgelegte Kernkraftwerk in Mühlheim-Kärlich.

Normalerweise fahre ich hier mit dem Auto entlang.

Blick von der Brücke auf schweres Wetter.

Da bin ich gerade drüber gefahren.

Das muss Engers sein.
In Kaltenengers - direkt gegenüber von Engers - finde ich ein Lokal am Ufer und stärke mich erst einmal.
Hier sitze ich auch einen kräftigen Regenschauer aus,
den letzten für heute. Der Himmel wird langsam
freundlicher.

Abendstimmung mit Kernkraftwerk. Es ist 20:24 Uhr und wird langsam dunkel. Und ich habe noch über 30 km vor mir!

Die Neuwieder Brücke. Hängt die Insel an den Seilen?

Das Ziel rückt näher.

Der Weißblechhersteller Rasselstein im Andernacher Hafengebiet. Dies ist das letzte Foto von unterwegs. Ab hier brauche ich noch 90 Minuten bis nach Remagen zu meiner 81 Jahre alten Mutter. Es wird schließlich stockfinster und ich fahre mit Licht abwechselnd an der B9 und am Rhein entlang auf mal mehr mal weniger gut befestigten ehemaligen Leinpfaden bis nach Remagen. Später erfahre ich, dass hier im Dunkeln schon Radfahrer überfallen und beraubt worden sind. Gut, dass ich das unterwegs noch nicht weiß.
Zwei Teller Kartoffelsalat mit heißer Fleischwurst und zwei Flaschen Bier sind schnell verputzt. Ich bin müde.
Ich bin um 7:55 in Wehrheim abgefahren und komme erst um 22:30 in Remagen an. Die Gesamtdistanz beträgt 173,79 km. Dabei sitze ich insgesamt 11:07 h im Sattel. Das ergibt einen gefahrenen Schnitt von 15,63 km/h.