Marcus Radtour von Wehrheim nach Remagen und Oberwesel

von und mit Marcus von Cube

Dies ist Teil 2 von Remagen nach Oberwesel. Hier sind Teil 1 und Teil 3.

Donnerstag, 14.08.08

Jetzt zwickt der Hintern und die Beine sind hart. Ich habe bis 9:30 Uhr gepennt. Bei Mutter räume ich trotzdem noch einige Schränke hin und her (Warum müssen Fernseher so schwer sein?)

Weiter geht es um 11:45 Uhr ab Remagen.

Abschied. Mutters rechter Arm ist gebrochen.

Das Wetter ist trocken, die dünne Jacke sollte reichen. Wer genau hinsieht, erkennt, dass mein Rad eine Nabenschaltung hat. Die acht Gänge müssen reichen.

Zwischen Remagen und Sinzig ist das Rheintal durch die Ahrmündung sehr breit. Hier der Weg nach Kripp.

Die Brücke über die Ahrmündung.

Die letzten Meter der Ahr.

Die Ahrmündung mit Blick auf Linz am Rhein.

In Bad Breisig geht es dann weg von der überfüllten Promenade auf die B9. über Brohl und Namedy fahre ich  weiter nach Andernach.

Der "Alte Krahnen" ist im sechzehnten Jahrhundert erbaut worden und wurde bis 1911 betrieben. Es wurden hauptsächlich Mühlsteine verladen, die man im Vordergrund noch erkennt.

 

Die Eingangstür mit den Hochwassermarken und der Hinweistafel.

Da ich in Andernach zur Schule gegangen bin, mache ich einen Abstecher in die Stadt, um dem KSG einen kurzen Besuch abzustatten.

Hinter der Tür lauerte vor über dreißig Jahren der Direx, um verspätete Schüler zur Rede zu stellen. Damals war vor dem Gebäude noch der Lehrerparkplatz.

Mit ortskundiger Hilfe fahre ich weiter nach Mühlheim-Kärlich. Es geht weg vom Rhein, leicht bergauf.

Der Kühlturm des stillgelegten Atomkraftwerks dominiert die Landschaft. Im Hintergrund die Neuwieder Brücke.

Rasselstein ist einer der großen Arbeitgeber der Region. Gestern bin ich noch am Betriebsgelände vorbeigeradelt.

Der Ort liegt weit oberhalb des Kraftwerks.

Hier bin ich hochgefahren.

Obstanbau am Rhein. Das Gefährt hat bergauf so seine Vorteile.

Blick Richtung Bendorf.

Das große Gewerbegebiet im Norden von Koblenz

Die Route führt mich weiter über Metternich bis an die Mosel.

Im Mündungsbereich erscheint sie fast so breit wie der Rhein.

Die folgenden Bilder zeigen das Krahnschiff "Lachs" beim Anlegen und Entladen von Metallteilen, die es auf einem Ponton mitgeführt hat.

Ob der Krahn auch auf die Straße darf? Ein Nummernschild hat er.

Das letzte Bild von der Mosel. Weiter geht es an den Rhein.

Blick über den Rhein auf die Pfaffendorfer Kirche. Gestern bin ich dort entlang gefahren.

Etwas mehr als die Hälfte für heute ist geschafft. Es ist 15:22 Uhr.

Etwas südlich von Koblenz verlasse ich den Rheinpfad, um mich in der Königsbacher Brauerei zu stärken.

Im engen Rheintal müssen sich die Bahnstrecke und die Bundesstraße 9 den Platz mit den Orten und Gewerbebetrieben teilen. Bis Bingen bleibt es so eng. Ortschaften gibt es nur an den Mündungen kleinerer Flüsse, wo das Tal etwas breiter ist oder in manchen Flussbiegungen.

Blick nach Norden.

Endlich Rast im Biergarten der Brauerei.

Solche Portionen sind heute kein Problem für mich.

Blick auf Niederlahnstein mit seinem Gewerbegebiet am Rhein.

Bis zum nächsten Ort Rhens fahre ich entlang der B9.

Solche endlos langen Güterzüge habe mich mehrmals gesehen. Die Hauptkonkurrenz der Bahn für Massenguttransporte ist am Rhein nicht der LKW-Verkehr sondern der Schiffstransport.

Die Lahnmündung in Lahnstein. Hier bin ich gestern am Rhein angekommen.

Blick über den Rhein auf die Rheinanlagen in Oberlahnstein

Im Hintergrund die Marksburg.

Zwangspause um Viertel vor Fünf.

Auch Möven finden es am Rhein so schön.

Die Marksburg liegt etwa 100 Meter über dem Tal. Die drei Schornsteine, die offenbar alleine im Wald stehen, liegen noch einmal 100 Meter höher. Wozu die dienen, kann ich nicht sagen. In Sachen Landschaftsbild stehen sie aber Windrädern kaum nach. 

Es geht weiter nach Boppard.

Der Rhein macht hier eine große Schleife, sodass man einen schönen Blick auf den Ort bekommt. 

Ein schöner Spruch...

... an einer schönen alten Jahrmarktsorgel. Der Besitzer hat sie aus Holland mitgebracht. 

Boppard gefällt mir gut. Aber ich muss weiter.

Burg Sterrenberg und Burg Liebenstein, genannt "Die feindlichen Brüder."

Zufallstreffer: Der Raddampfer Goethe der Köln-Düsseldorfer Rheinschiffahrt kommt gerade vorbei.

Dieses "Boot" zwischen Fellen und St. Goar liegt fest vor Anker. Im Hintergrund Burg Maus.

Der "Tauchschacht Kaiman" im Hafen von St. Goar.

Daneben hat die Wasserschutzpolizei festgemacht.

Der obligatorische Blick auf den Loreleyfelsen um 18:35 Uhr. Es ist nicht mehr weit.

Mein Ziel: Oberwesel, das ich um 19:00 Uhr erreiche. Oben auf der Höhe die Schönburg.

Meine liebe Schwiegermutter versorgt mich gut mit Essen. Nach einem Abendspaziergang und einem Absacker, einem guten Rieslingtrester, sinke ich zufrieden ins Bett.

Fazit des heutigen Tages

Ich bin heute erst um 11:45 Uhr in Remagen abgefahren und komme um 19:00 Uhr in Oberwesel an. Die Gesamtdistanz beträgt 88,41 km. Dabei sitze ich insgesamt  5:24 h im Sattel. Das ergibt einen gefahrenen Schnitt von 16,37 km/h.

Fortsetzung folgt...